25.10.2019
Attacke auf das Ehrenamt in Gessertshausen

Durch ehrenamtliches Engagement wurde in unserer Gemeinde ein Bürgerbus ins Leben gerufen. Seit seiner Einweihung im Mai 2017 hat der Bus bereits 4116 Fahrgäste an ihr Ziel gebracht. An zahlreichen Wochenenden wird er zudem von den örtlichen Vereinen gebucht, um Ziele in der Umgebung zu erreichen. Der Bus erfüllt dabei die strengen Auflagen für eine EU Förderung und wurde zur Hälfte durch Mittel aus dem EU-LEADER Programm bezahlt. Die CSU Vorsitzende von Gessertshausen hat nun nichts Besseres zu tun, als diesen Bus per Antrag im Gemeinderat in Frage zu stellen.

Dabei ist es ihr offenbar völlig gleichgültig, wie die Fahrgäste des Busses, die meist nicht mehr gut zu Fuß sind und kein Auto haben oder die Vereine mit ihren Mitgliedern an ihre Ziele kommen. Genauso egal scheint es ihr zu sein, wie sich die ehrenamtlichen Fahrer des Busses, die ihre Zeit in den Dienst ihrer Mitbürger stellen, dabei fühlen, wenn ihr Engagement derart mit Füßen getreten wird. Umso unverständlicher wird der Antrag, wenn man bedenkt, daß die den Landkreis beratenden Experten den Bus als vorbildhaft erwähnen. (AZ-Land vom 18.03.2019 „Der Landkreis muß mobiler werden“) Wir Freien Wähler sind von dem Vorgehen der CSU Vorsitzenden schockiert und unterstützen ohne wenn und aber das ehrenamtliche Engagement in unserer Gemeinde. Wir versichern den Fahrern, daß ihr Dienst an der Gemeinschaft wertgeschätzt wird und sind der festen Überzeugung, daß wir mit dieser Meinung nicht alleine sind. Das vorgebrachte „Argument“, der Bus nehme der Linie 605 Fahrgäste weg, zeugt für uns vor allem von einem: von Ahnungslosigkeit. Tatsache ist, dass in Abstimmung mit dem AVV die ursprünglich angedachte Linienführung über Oberschönenfeld extra aus dem Fahrplan des Bürgerbusses herausgenommen wurde. Im übrigen verbindet der Bus nicht nur Döpshofen mit dem Hauptort sondern alle Ortsteile genau da miteinander, wo im ÖPNV eine Lücke klafft und schafft Verbindungen auch über die Gemeinde hinaus. Wir Freien Wähler halten diese Attacke auf das Ehrenamt für zutiefst unsozial und setzen uns mit aller Kraft für den Erhalt des Bürgerbusses im Sinne eines menschlichen Miteinanders ein.